EMO in Hannover fulminant gestartet

Werkzeugmaschinenbauer in guter Stimmung

Martin Gysi berichtet von der EMO am 19.09.2011

Martin Kapp, Vorsitzender des VDW, anlässlich der EMO-Eröffnungspressekonferenz.

Sonnenschein über dem Messegelände - Sonnenschein bei den Geschäftsaussichten. Die Weltleitmesse der Metallbearbeitung startete unter besten Voraussetzungen und mit beeindruckendem Besucheraufmarsch schon am ersten Messemorgen.

Der VDW, der Veranstalter der EMO in Hannover, bekräftigte anlässlich der Eröffnungspressekonferenz seine Produktionsprognose von mindestens 30 Prozent Zuwachs für das laufende Jahr. Der VDW-Vorsitzende Martin Kapp stellte dabei fest:"Die interntionale Werkzeugmaschinenindustrie ist robust aufgestellt, die Nachfrage läuft auf hohem Niveau."

Die Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie verzeichnete in den ersten sieben Monaten dieses Jahres eine Steigerung de Auftragseingangs um 91%. Die Auftragslage erreichte damit bereits wieder das höchste Niveau, das die Branche je hatte.

Und auch für das kommende Jahr rechnet der VDW aufgrund der bereits bekannten Investitionsprojekte aus wichtigen Abnehmerbranchen wie der Automobilindustrie mit einem weiteren Wachstumvon um die 10%.

Gute Aussichten auch für die Schweizer Werkzeugmaschinenindustrie?

Was bedeuten diese rosigen Aussichten unserer nördlichen Nachbarn für die Schweizer Werkzeugmaschinen- und Werkzeugbranche, die ja im Vergleich zu den deutschen Mitbewerbern mit dem Handycap des starken Frankens zu kämpfen hat? Die ersten Stunden der EMO gaben zwei Hinweise, dass die Ausgangslage für diese Branche nicht ganz so dramatisch ist, wie befürchtet. Zum einen zeigte eine VDW-Statistik, dass die deutschen Werkzeugmaschinenimporte aus der Schweiz im ersten Halbjahr 2011 um 59% zulegten.

Zum andern attestiert eine ebenfalls am ersten Messetag erstmals der Öffentlichkeit vorgelegte Studie von VDW und PwC der deutschen Werkzeugmachinenindustrie, dass diese mit ihrem Fokus auf das High-Tech-Segment auch in Zukunft für den Weltmarkt richtig positioniert sei. Daraus lässt sich ableiten, dass die ja ganz ähnlich ausgerichtete Schweizer Werkzeugmaschinenindustrie kaum schlechtere Karten haben dürfte - sofern die Währung keine weiteren Streiche spielt.

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