Unternehmensgruppe und Trumpf Schweiz geben vorläufige Geschäftszahlen bekannt

Gewinn trotz Umsatzrückgang

Martin Gysi am 27.07.2009

Die Trumpf Gruppe erwartet ein positives Ergebnis im zweistelligen Millionenbereich trotz eines deutlichen Nachfragerückgangs im Geschäftsjahr 2008/09. Der Umsatz sank um 23 Prozent auf 1,66 Milliarden Euro. Bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr, das am 30. Juni 2009 endete, sagte Unternehmenschefin Nicola Leibinger-Kammüller: „Unsere flexiblen Instrumente, mit denen wir Produktion und Arbeitszeiten rasch der Nachfrage anpassen können, haben sich bislang bewährt. Wir haben schnell auf die weltweite Wirtschaftskrise reagiert und konnten unsere Kosten reduzieren, so dass wir im abgelaufenen Geschäftsjahr trotzdem einen akzeptablen Gewinn erzielten. Das werte ich angesichts der derzeitigen Situation als Erfolg.“

Der Auftragseingang verminderte sich nach Unternehmensangaben um voraussichtlich 35 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Trumpf verzeichnete einen Rückgang in allen Weltregionen und in allen Geschäftsbereichen. Einzig der Geschäftsbereich Medizintechnik, in dem Trumpf Ausstattung für OP-Bereich und Intensivpflege anbietet, erzielte Umsatzzuwächse.

Die Mitarbeiterzahl blieb mit 8.000 konstant. Allerdings reduzierte man die Personalkapazität angesichts der geringeren Aufträge über den Abbau von Arbeitszeitkonten und den Einsatz von Kurzarbeit. Daneben wurden Liquidität und Eigenkapital erhöht, um das Unternehmen auf mögliche Herausforderungen einer anhaltenden Wirtschaftsschwäche vorzubereiten.

Trumpf Schweiz

Die stark im Exportgeschäft tätige Trumpf Schweiz verspürte die Auswirkungen des weltweiten Konjunktureinbruches in ihren Aufträgen. Der Umsatz verzeichnete mit CHF 545 Mio einen Rückgang von 44%. Der Auftragseingang mit CHF 461 Mio verminderte sich um 52%.

TRUMPF reagierte schnell und entschlossen auf die Wirtschaftskrise. Die Kapazitäten wurden flexibel auf die gesunkene Nachfrage angepasst und über ein Ergebnisverbesserungsprogramm die Kosten deutlich reduziert. Mit einer Innovationsoffensive in allen Geschäftsfeldern wurden neue, vielversprechende Produkte auf den Markt gebracht. In der Schweiz stiessen die neuen Produkte auf eine hohe Akzeptanz. Dank diesen Massnahmen wird ein positives Ergebnis erwartet.

Die Anzahl der Mitarbeitenden blieb mit 797 (815 im Vorjahr) nahezu unverändert.

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