Stuttgarter Lasertage (SLT)

Martin Gysi am 02.12.2009

Die Stuttgarter Lasertage (SLT) begleiten zum zweiten Mal die LASYS, internationale Fachmesse für Lasersysteme und Anwendungen in der Materialbearbeitung, die vom 8. bis 10. Juni 2010 auf dem hochmodernen Stuttgarter Messegelände stattfinden wird.

 

Wissenstransfer

Im Fokus der SLT '10 steht der Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen Forschung und Industrie. Er wird Antworten auf viele Fragen geben, die sich der Fertigungspraxis stellen: Was ist heute mit Lasertechnologie möglich, welche Probleme stellen sich, wie lassen sie sich anpacken, wie könnten Lösungen aussehen, welcher Laserprozess passt optimal zu welcher Anwendung etwa zum Markieren, Schneiden, Schweissen, Bohren, Strukturieren oder Abtragen u.v.m.? „Wir wollen mit den SLT’10 grundsätzlich alle Laseranwender ansprechen, auch jene, die es werden wollen. Das betrifft einerseits die Betreiber von Job-Shops, Mitarbeiter in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen grösserer Firmen, Produktionsleiter in der laserbasierten Fertigung sowie Anwender, die Fertigungsprobleme mit Lasertechnik lösen möchten, andererseits aber auch wissenschaftliche Mitarbeiter aus der universitären Forschung und fortgeschrittene Studenten der Lasertechnik", sagt Dr. Rudolf Weber, Leiter Verfahrensentwicklung am Institut für Strahlwerkzeuge (IFSW) der Universität Stuttgart.

 

8. bis 10. Juni

Erstmals sind die SLT dreitägig sowie tagesthemenorientiert strukturiert: So wird am 1. Tag, dem 8. Juni, die Laser-Mikrobearbeitung behandelt werden, der 2. Tag, der 9. Juni, ist den Laserquellen sowie der Plenary Session gewidmet, am 3. Tag, dem 10. Juni, geht es dann schwerpunktmässig um Makrobearbeitung. Jeder Tag wird mit einem Leitthema eröffnet. Mit an Bord wird Prof. Ursula Keller vom Institut für Quantenelektronik der ETH Zürich sein, ebenso Friedrich Kilian von der Geschäftsleitung der TRUMPF GmbH + Co. Zwei Themen werden gemeinsam mit dem Symposium für Laser Precision Microfabrication offeriert: „industrielle Mikrobearbeitung" sowie „Laserquellen für die Mikrobearbeitung". Ein zusätzliches Bonbon hält der zweite Tag bereit, denn nachmittags ist der Besuch des Instituts für Strahlwerkzeuge der Universität Stuttgart geplant.

 

Zum 50. Geburtstag der Lasertechnologie

Als besondere Highlights werden neben hochkarätigen Experten der Laserszene aus Industrie und Forschung auch renommierte Redner im Rahmen der Plenary Session referieren, denn im Jahr 2010 feiert die Lasertechnologie ihren 50ten Geburtstag. Mit A. E. Siegman, emeritierter Professor von der Stanford University, USA, konnte ein sehr prominenter Pionier der ersten Stunde in Lasertechnik und Optik gewonnen werden. Weitere angesehene Referenten sind angefragt. Die Plenary Session ist eine offene Veranstaltung und sowohl für die Konferenzteilnehmer als auch für Messebesucher vorgesehen.

 

Mit Laser gegen die Wirtschaftskrise

Der Laser lässt sich heute in vielfältigen Verfahren einsetzen und macht bestehende Produktionsverfahren wirtschaftlicher: So sorgen beispielsweise Scheibenlaser beim Schneiden von Glas dafür, dass eine sehr hohe Kantenqualität entsteht und bisher notwendige Polierprozesse entfallen können. Ein breites Strahlquellensortiment, das kontinuierlich weiterentwickelt wird, ermöglicht es, dass für fast jede Anwendung die passende Lösung gefunden werden kann. Gerade heute, in Zeiten einer angespannten Wirtschaftslage, kommt es ganz besonders darauf an, dass Fertigungsprozesse wirtschaftlich abgewickelt werden können, denn das Kosten- und Effizienzbewusstsein der Anwender steigt. Hohe Flexibilität und Fertigungsgeschwindigkeiten, hoher Prozesswirkungsgrad, optimierter Materialeinsatz und Energieeffizienz gehören zu den Forderungen, denen ein Laserprozess gerecht werden muss, ob es nun Metall, Glas, Kunststoff oder andere Materialien angeht, oder ob dicke, dünne, grosse Teile oder gar winzige Strukturen bearbeitet werden sollen.

 

Zukunftsträchtige Technologie

Im Zuge der technologischen Weiterentwicklung erobern Lasersysteme immer neue Einsatzfelder wie etwa die vielfältigen Anwendungen in der Solarzellenbearbeitung zeigen. Und viele Produktdesigns sind überhaupt durch die Laserbearbeitung erst möglich geworden. Die SLT '10 werden so auch über aktuelle Trends und vor allem über Best-practice-Beispiele beim Einsatz von Lasern in der Materialbearbeitung berichten.

 

SLT '10

Veranstaltet werden die SLT '10 von dem Institut für Strahlwerkzeuge (IFSW) der Universität Stuttgart unter der Federführung von Prof. Thomas Graf, Leiter des IFSW. In 2008 nutzten 375 Besucher das vielfältige Wissensangebot der Stuttgarter Lasertage. 2010 rechnen die Veranstalter aufgrund des attraktiven Programms mit einer ansteigenden Besucherzahl im Internationalen Congresscenter (ICS) der Messe Stuttgart.

 

LASYS

Als internationale Plattform für Systemlösungen in der Laser-Materialbearbeitung mit material- und branchenübergreifendem Charakter, schliesst die LASYS eine bisher klaffende Lücke in der Messelandschaft. So präsentiert die LASYS 2010 vor allem Laseranwendungen und Produktlösungen, Laser-Fertigungssysteme für die Mikro-und Makromaterialbearbeitung und für die Feinwerktechnik sowie die zugehörigen Komponenten.

 

Die Fachmesse O&S für Oberflächen und Schichten finden ebenfalls vom 8. bis 10. Juni 2010 auf dem Gelände der Neuen Messe Stuttgart statt.

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