Mikroskopisch kleine Dosen können extrem genau appliziert werden

Die kleinste Spritze der Welt

Martin Gysi am 26.06.2009

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Wissenschaftler vom Institut für Biomedizinische Technik der ETH Zürich haben eine Nanospritze entwickelt, mit welcher Medikamente, DNA und RNA in eine einzelne Zelle injiziert werden können, ohne diese zu verletzen. Das Verfahren könnte auch zur Produktion von Mikroelektronik verwendet werden.

 

Neben der Biologie sehen die Gründer von «Cytosurge» auch Anwendungen in der Physik, Chemie und den Materialwissenschaften. Besonders für die Produktion von immer stärker miniaturisierten Mikrochips eröffnen sich durch das «Fluid force microscope» neue Möglichkeiten, da alle möglichen löslichen Substanzen und Suspensionen auf einen Träger aufgetragen werden können – und dies auch in Flüssigkeiten. Durch die Nadelspitze könnten beispielsweise hauchdünne Metall- oder elektrisch leitende Polymerspuren auf eine Oberfläche gespritzt werden und so elektrische Schaltungen im Nanometer-Massstab aufgebaut werden. Mit Säuren als Spritzmittel wäre auch das Wegätzen feinster Strukturen aus festen Materialien möglich. Noch müssen sich diese Ideen im Versuch erst durchsetzen, doch für die Biologie könnte mit dem «Fluid force microscope» bald eine neue Ära in der Erforschung von einzelnen Zellen beginnen.

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Informationsdienst Wissenschaft (D)

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