Lasys-Highlights: Baukastensysteme erhöhen Flexibilität, 3D-Laserschweissroboter sparen Energie und Kosten

Laserschweissen immer effizienter

Martin Gysi am 03.05.2010

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Der Laser steht als Schlüsselwerkzeug zur Materialbearbeitung hoch im Kurs. Denn er scheint unschlagbar, wenn es ums Schneiden, Schweissen, Bohren, Beschriften, Markieren, Strukturieren von unterschiedlichsten Materialien geht. Er arbeitet berührungslos, sauber und präzise.

Noch dazu sind Hersteller von Laserbearbeitungsanlagen, Systemlösungen und Komponenten sehr innovativ und praxisorientiert, wovon sich die Besucher der Lasys 2010, internationale Plattform für Systemlösungen in der Laser-Materialbearbeitung, vom 8. bis 10. Juni überzeugen können.

Die Besonderheit: Das Konzept der Lasys ist sehr anwendernah ausgerichtet und spricht eine grosse Branchenvielfalt an, ganz gleich, ob es sich um die Bearbeitung von Holz, Metall-, Kunststoff, Papier oder Halbleitermaterialien handelt. Das macht die Lasys in der Messelandschaft einzigartig. Auf dem hochmodernen Stuttgarter Messegelände werden rund 200 Aussteller aus bisher 16 Ländern erwartet.

„Die Entwicklung eines auf den Kunden zugeschnittenen Lasersystems ist komplex und erfordert viel technisches Wissen und vor allem Erfahrung“, sagt Jens Bleher, Geschäftsführer von Trumpf Laser- und Systemtechnik. So universell das Einsatzspektrum des Werkzeugs Laser auch ist, so individuell sei Bleher zufolge auch der Weg zur integrierten Applikation. Viele Anwender setzen dabei auf universell einsetzbare Lasersysteme. Beispielsweise wird Trumpf unter anderem auf der Lasys 2010 die modular aufgebaute TruLaser Roboterzelle für 3D-Materialbearbeitung präsentieren. Sie verfügt laut Hersteller über eine hohe Verfahrensflexibilität und bietet Anwendern die Möglichkeit, zwischen den Applikationen Schweissen, Schneiden, Remote- und Auftragsschweissen sowie Löten zu wechseln. Der TruLaser Robot 5020 sei speziell auf die Anforderungen von Blechfertigern zugeschnitten.

„Maschinensysteme zur flexiblen Fertigung, insbesondere bei schwankenden Stückzahlen und/oder mit hoher Variantenvielfalt, zählen vor allem bei Herstellern der Automobilzulieferindustrie und Elektrotechnik zu bewährten Fertigungskonzepten“, sagt Michael Lau, Leiter Vertrieb von Sitec Industrietechnologie. „Wir konnten hier mit dem Baukastensystem LS - LaserStation einen Meilenstein auf dem Gebiet hochflexibler Laseranlagen setzen“, meint Lau weiter. Die neue Maschinengeneration Laserstation LS wird Sitec auf der Lasys 2010 vorstellen. Sie ist für die 3D-Bearbeitung ausgelegt und lässt es zu, fasergeführte Festkörper- als auch Direktstrahl-Lasersysteme zu integrieren. Anwenderspezifisch sind unterschiedlichste Bearbeitungsarten wie Schweissen, Schneiden, Härten oder Bohren möglich.

Laserschweissen wird wirtschaftlicher

„Laserschweissen wird immer wirtschaftlicher. Dies ist unter anderem bedingt durch die hervorragende Qualität und Masshaltigkeit der geschweissten Bauteile bei sehr geringer Nacharbeit“, sagt Markus Krütten, Fachbereichsleiter Lasertechnik bei Reis Robotics. So wird das Unternehmen auf der Lasys 2010 den Laserschweissroboter RV16L-FT mit der von Reis Lasertec entwickelten modularen Schweissoptik MWO präsentieren. Dieses Paket sei laut Hersteller speziell für das Laserschweissen mit fasergeführten Lasern ausgelegt. „Einzigartig ist die Laserstrahlführung in der Roboterhand für die orientierte Zufuhr von Prozessgasen und Zusatzdraht sowie die Adaption des Lichtleitkabels in der kompakten Roboterarmstruktur. Durch diese Lösung kann die 3D-Fähigkeit des Roboters mit grosser Bewegungsfreiheit und Dynamik genutzt werden,“ erklärt Krütten. Mit einfachen Industrierobotern sei dies häufig so nicht möglich. Wegen der besseren Zugänglichkeit komme der Anwender oftmals auch mit weniger Vorrichtungs-Rüstwechseln aus, was insbesondere bei einer grossen Bauteilevielfalt und/oder kleineren Losgrössen eine erhebliche Zeitersparnis bedeute.

„Variable Fügestosspositionen zu schweissen ist eine Herausforderung, der nicht jeder Schweisskopf gewachsen ist.“, meint Dr. Daniel Wildmann, Leiter Marketing und Business Development bei Precitec. Das Werkzeug der Wahl sieht er in intelligenten Schweissköpfen, die die Lage des Fügestosses messen, um die Schweissnaht an die richtige Stelle zu setzen – die gleichzeitig aber auch die Schweissnahtbreite optimal an die Applikation anpassen und die höchstmögliche Schweissgeschwindigkeit erlauben. Der Hochleistungsschweisskopf YW52 von Precitec, den das Unternehmen auf der Lasys 2010 präsentieren wird, erfüllt diese Bedingungen. „Der integrierte WobbleTracker schweisst positionsgenau und nur so breit wie nötig“, betont Dr. Wildmann. Alle Funktionen seien voll im neuen Schweisskopf YW52 integriert, ohne zusätzliche externe Sensoren, Kameras oder externe Positionierachsen. Der Schweisskopf YW52 eigne sich laut Hersteller für den Einsatz mit Faser-, Scheiben- oder Diodenlasern im Hochleistungsbereich.

Auf der Lasys 2010 locken nicht nur spannende Exponate über Laseranwendungen, Produktlösungen, Laser-Fertigungssysteme für die Mikro-und Makromaterialbearbeitung und für die Feinwerktechnik, ein hochkarätiges Rahmenprogramm lädt den nationalen und internationalen Besucher überdies ein, seinen Wissensdurst zu löschen. So beginnt bereits ein Tag vor Messestart das 11. Internationale Symposium für “ Laser Precision Microfabrication”(LPM). Es soll den Austausch zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung im Bereich Mikro-Lasertechnologien fördern.

Stuttgarter Lasertage

Ferner begleiten die Stuttgarter Lasertage (SLT’ 10) zum zweiten Mal die Lasys. Veranstaltet werden sie vom Institut für Strahlwerkzeuge (IFSW) der Universität Stuttgart unter der Federführung von Prof. Thomas Graf, Leiter des IFSW. Erstmals sind die SLT’10 dreitägig sowie tagesthemenorientiert strukturiert. Auch hier geht es um den Dialog zwischen Forschung und Praxis.

Laser-Basiswissen aus erster Hand vermittelt ein Short Course „Basiswissen Laser und Lasermaterialbearbeitung.“ Veranstaltet wird er von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Lasertechnik (WLT) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Andreas Ostendorf. Der Basiskurs wendet sich primär an Besucher, die bisher nur vereinzelt Erfahrungen mit Lasern haben, er eignet sich jedoch auch für Experten, die ihr Wissen auffrischen wollen.

Kommentare

Tweets that mention Technica – MEM-Zeitschrift (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) » Lasys-Highlights: Baukastensysteme erhöhen Flexibilität, 3D-Laserschweissroboter sparen Energie und Kosten Laserschweissen immer effizienter -- Topsy.com Montag, 03.05.2010

[...] This post was mentioned on Twitter by Barbara Fischer. Barbara Fischer said: Lasys-Highlights: Baukastensysteme erhöhen Flexibilität, 3D-Laserschweissroboter sparen Energie und Kosten Lasersc... http://bit.ly/cv0E2y [...]

Karl Montag, 23.08.2010

„Laserschweissen wird immer wirtschaftlicher." Bin der selben Meinung. Das gibt so viele Möglichkeiten.

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