Hannover im Schatten der Aschewolke

Diesmal eine "Deutsche Messe"

Martin Gysi am 20.04.2010

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Am 2. Messetag geht es in den Hallen zwar wesentlich lebhafter zu, als beim Auftakt am Montag. Trotzdem wird die Hannover Messe unübersehbar von "der Wolke" geprägt: Die Messestände der Firmen aus Übersee sind vielfach verwaist und die Umgangssprache ist allgemein Deutsch.

Auch wenn nun der Flugverkehr wieder langsam in Schwung kommen sollte, würde sich an der diesjährigen Messe wohl nicht mehr viel ändern. Es fehlen nicht nur die Messebesucher aus Übersee, sondern ebenso die entsprechenden Vertriebsleute auf den Messeständen der zentraleuropäischen Aussteller. Deshalb hört man auf, wie zwischen den Ständen kaum je etwas anderes als Deutsch - selten genug durchmischt mit etwas Russisch, Polnisch oder Türkisch..

Und noch augenfälliger: Viele Stände vor allem asiatischer Aussteller sind zwar vollständig eingerichtet, aber die Exponate stehen immer noch in Kisten verpackt herum und warten auf die Aussteller die sie auspacken und präsentieren sollten. Ganze Standbesatzungen fehlen vollständig.

Wer als Aussteller vor allem Kundschaft aus Deutschland und seiner Nachbarländer ansprechen möchte - und dies dürfte die Mehrheit der Aussteller sein - kommt trotz "der Wolke" weitgehend auf seine Rechnung. So wird die Hannover Messe 2010 wohl mit dem Kalauer in die Geschichte eingehen: Der Messeveranstalter "Deutsche Messe AG" hat eine "Deutsche Messe" durchgeführt.

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