Maag Pump Systems AG schliesst sich mit der deutschen Automatik Plastics Machinery GmbH zusammen. Damit entsteht aus zwei Unternehmen mit langjähriger Industriegeschichte die weltweit führende Gruppe für Systeme und Komponenten zur Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen mit ca. 460 Mitarbeitenden und einem Umsatz von etwa Euro 100 Mio.
Maag Pump Systems geht auf die 1908 in Zürich gegründete Zahnradfabrik Maag zurück. Das Glattaler Industrieunternehmen ist einer der weltweit grössten Anbieter für Zahnradpumpen, Filtrationssysteme und Siebwechsler für die Kunststoffindustrie, sowie für chemische und industrielle Prozesse. Automatik Plastics Machinery war bis 2008 Teil der Rieter-Gruppe und ist führend im Bereich Granuliersysteme zur Herstellung von Kunststoffgranulaten. Seitdem gehört Automatik Plastics Machinery zur Private Equity Gesellschaft CGS Management in Pfäffikon. Maag Pump Systems ist seit November 2008 Teil des Private Equity Bereichs der schottischen Clyde Blowers. Neu gehören beide Unternehmen zur Maag Holding, die von Ueli Thürig als CEO (Bild) geführt wird und an welcher Clyde Blowers und CGS je zur Hälfte beteiligt sind.
„Mit dem Zusammenschluss können wir den Kunden der Kunststoffindustrie komplette, integrierte Systeme für die Kunststoffverarbeitung anbieten und werden damit in diesem Segment der grösste Anbieter weltweit. Dies ist ein wichtiger Schritt in der Expansionsstrategie, mit der Maag an die über hundertjährige industrielle Tradition anknüpfen will“, erklärt Ueli Thürig, CEO von Maag Pump Systems. Maag hat heute wieder volle Auftragsbücher, nachdem zu Beginn 2009 noch Kurzarbeit eingeführt werden musste. Integrationsprojekte mit dem Ziel die Kunden besser und schneller bedienen zu können, werden in den nächsten Wochen in beiden Unternehmen angegangen. Die Integrationsprojekte haben keinen Personalabbau zur Folge, im Gegenteil, in einzelnen Regionen soll der Personalbestand sogar ausgebaut werden. Die Gruppe beschäftigt 460 Mitarbeitende an zehn Standorten und ist insgesamt in über 100 Ländern weltweit präsent. Die wichtigsten Produktionsstandorte liegen in der Schweiz, in Deutschland und in Italien. Ehrgeiziges Ziel ist es, den Gruppenumsatz von rund 100 Mio. Euro bis 2012 um über 50 Prozent zu steigern.
„Mit einem Kunststoffverbrauch von jährlich rund 60 Mio. Tonnen wird China 2011 erstmals Europa einholen. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist aber im Vergleich zu Nordamerika erst halb so gross. In Wachstumsmärkten wie China, aber auch im nahen Osten und den USA sehen wir sehr gute Expansionsmöglichkeiten. In Shanghai, China ist daher der weitere Ausbau der bereits existierenden Montageaktivitäten geplant. Der Standort Deutschland ist ideal, da viele unserer OEM-Partner für die Kunststoffverarbeitung ebenfalls hier angesiedelt sind. Neu können wir ihnen vollständige Systemintegrationen bestehend aus Zahnradpumpen, Siebwechslern, Granuliersystemen und Automationseinheiten aus einer Hand anbieten“, erklärt Roger Stehr, CEO der Automatik Holding mit Hauptsitz in Grossostheim, Bayern.




