Fanuc zeigt zur Gebäudeeinweihung Neuheiten aus den Bereichen CNC und Robotics:

Aktiv – schon vor der Einweihung

Martin Gysi am 20.10.2010

Mitarbeiter von FANUC in der Schweiz

Offiziell eingeweiht wurde jetzt das neue und erste eigene Gebäude von Fanuc in der Schweiz. Für die beiden Geschäftsführer Peter Balimann, Fanuc CNC, und Christoph Strahm, Fanuc Robotics, ist der Standort in Biel wichtig für den Ausbau des Schweizer Marktes. 200 Gäste, je zur Hälfte Maschinenbauer und Anlagenbetreiber, informierten sich über Produkte und Unternehmen.

 

Als einer der anspruchsvollsten Produktionsstandorte in Europa hat sich der Automatisierungsmarkt in der Schweiz in den letzten Jahren überproportional entwickelt. Daher war es für Fanuc nur konsequent, am Standort Biel auch die notwendigen Ressourcen und die erforderliche Infrastruktur für den weiteren Ausbau zu schaffen.

Das neue Gebäude folgt der Entwurfsidee der Berliner Architekten Gewers Kühn + Kühn und ist eine angepasste Version des bereits vor fünf Jahren errichteten Gebäudes der Fanuc Robotics Deutschland GmbH. Die kombinierte Metall- und Glasfassade, so die übereinstimmende Meinung von Bauherr und Architekten, spiegele den technischen Anspruch des Unternehmens wider. Meetingräume und offene Büroflächen sind Ausdruck einer prozess- und kommunikationsorientierten Philosophie.

CNC und Robotics unter einem Dach

Insgesamt stehen jetzt 2000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Den grössten Teil machen Trainingscenter und Demo-Bereich aus. Errichtet wurde das Gebäude von Fanuc CNC Switzerland. Von Anfang an war der Komplex so konzipiert worden, dass man für Kunden beider Geschäftsbereiche eine gemeinsame Aussendarstellung mit Fanuc Robotics hat. Peter Balimann, Geschäftsführer von Fanuc CNC Switzerland, hob schon im Vorfeld der Einweihung die Gemeinsamkeiten hervor: „In der Schweiz haben wir von Anfang an eng mit Fanuc Robotics zusammengearbeitet. So ist für uns die Umstrukturierung mit allen Gesellschaften unter einheitlicher Flagge eigentlich nichts Neues.“

Dass das Geschäft von Fanuc Robotics in der Schweiz stark geprägt ist vom Maschinenbau, hat mit dieser engen Zusammenarbeit zu tun. Darüber hinaus haben es die Schweizer Fanuc-Gesellschaften verstanden, den Gedanken eines „One Stop Shops“ ständig zu pflegen und Interessenten sowohl von der Automatisierung im Bereich CNC-Technik als auch von der Robotik zu überzeugen. Gemeinsam mit Maschinenbauern und Anlagenbetreibern sowie mit exzellenten Systemintegratoren habe man einen hohen Stand der Automatisierung erreicht. Christoph Strahm, Geschäftsführer Fanuc Robotics Switzerland, zur Frage, wie weit man Automatisierung treiben muss, um am Produktionsstandort Schweiz wirtschaftlich produzieren zu können: „Wenn wir gemeinsam mit Kunden und den entsprechenden Systemintegratoren möglichst aus standardisierten Komponenten eine exakt auf den Kunden zugeschnittene Lösung kreieren, dann tragen wir oder besser der Anlagenbetreiber etwas bei zum Erhalt des Standortes.“

Bessere Infrastruktur im Dienst der Kunden

Mit dem neuen Gebäude, so ergänzt Balimann, habe man auf jeden Fall die Infrastruktur am Standort verbessert: „Wir können unseren Kunden jetzt hier am Standort mehr bieten als bisher. Die neue Firmenzentrale bietet uns perfekte Rahmenbedingungen für Technologiepräsentationen, Schulungen und Weiterbildungsmassnahmen – nicht zu vergessen eine schnelle Ersatzteilversorgung.“ Zum grossen Plus zählen der Trainingsbereich und die Räume zur Demonstration von CNC-Technik, Robotern und Anlagen. Derzeit arbeiten im neuen Fanuc-Gebäude 31 Leute, überwiegend aus dem Bereich CNC-Technik.

Im Mittelpunkt der Präsentationen am 19. und 20. Oktober stehen vor allem die neue Steuerungsgeneration CNC Series 30/31/32/35i-B und der extrem schnelle Delta-Roboter M-1iA. Dieser extrem schnelle Roboter ist vor allem bei Pickaufgaben in den Fokus von Interessenten gerückt und sorgt nicht nur bei Aufgaben in der Elektronikindustrie, sondern auch bei Süsswarenherstellern für effiziente Taktzeiten.

Die neue Steuerungsgeneration, kurz 3xi-B genannt, war erst im Frühjahr auf der Fanuc-Hausausstellung in Japan präsentiert worden. Die CNC-Steuerungen sind ideal für anspruchsvolle und komplexe Werkzeugmaschinen. Sie überzeugen durch ihre Vielzahl an Achsen und die Mehrkanaligkeit. Die neuen B-Modelle zeichnen sich gegenüber den bisherigen Modellen durch einige markante Weiterentwicklungen, viele Detailverbesserungen sowie zusätzliche Funktionen für Stanzpressen und Laserschneidmaschinen aus.

Rund 15000 Fanuc CNC-Steuerungen sind in der Schweiz eingesetzt. Anwender all dieser Steuerungen haben jetzt einen einzigen Service-Ansprechpartner, die Fanuc CNC Switzerland GmbH mit Sitz im neuen Büro in Biel. Die Kundenfokussierung soll noch stärker und noch zielgerichteter werden. Balimann: „Wir werden alles dafür tun, dass die Schweizer Werkzeugmaschinen-Hersteller und -Nutzer im nationalen und globalen Wettbewerb erfolgreich sind.“

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