Edelstahlgiesserei Wolfensberger AG mit guten Aussichten

Wolfensberger schafft Stellen

Martin Gysi am 19.04.2011

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Die konjunkturelle Situation stabilisierte sich bei der Edelstahlgiesserei Wolfensberger AG in Bauma im Geschäftsjahr 2010 weitgehend. Die Auslastung verbesserte sich im zweiten Jahr nach der Finanzkrise schrittweise und die Kurzarbeit konnte Mitte 2010 aufgehoben werden. Das Jahresergebnis fiel mit einem Umsatz von CHF 51,3 Mio. und einem positiven Betriebsergebnis insgesamt gut aus. Die Auslastung nahm erfreulicherweise in den ersten Monaten von 2011 stetig zu. Ingesamt kann die Wolfensberger AG in den nächsten Monaten rund 30 neue Stellen schaffen. Die Kapazitäten sind weitgehend ausgelastet.

Anfangs 2009 befand sich die Edelstahlgiesserei Wolfensberger bedingt durch die weltweite Wirtschaftskrise in einer sehr schwierigen Situation. Zwar war damals der Auftragsbestand durchaus noch gut. Probleme entstanden jedoch beim Auftragseingang, der 2009 völlig einbrach. Dies zwang Wolfensberger zu einem Stellenabbau und zur Einführung der Kurzarbeit bis 40 Prozent. Einen völlig anderen Verlauf nahm das Geschäftsjahr 2010: Im vergangenen Geschäftsjahr startete Wolfensberger mit leeren Auftragsbüchern, doch besserte sich die Lage praktisch Monat für Monat. Ab der zweiten Jahreshälfte 2010 gab es praktisch im gesamten Unternehmen wieder Vollbeschäftigung. Die verschiedenen Massnahmen, die das Management zur Überwindung der Krise ergriffen und umgesetzt hatte, wirkten sich positiv aus. Insbesondere erwies sich einmal mehr die Kurzarbeit als sozial- und unternehmensverträgliche Massnahme zur Bewältigung temporärer Krisen. Nur dank der Kurzarbeit war es möglich, viele erfahrene und gut qualifizierte Mitarbeiter im Betrieb zu halten. Im nun einsetzenden wirtschaftlichen Aufschwung ist es ein grosser Vorteil, wenn die dafür benötigten Mitarbeitenden in der Mehrzahl bereits vorhanden und eingearbeitet sind und nicht erst gesucht werden müssen.

Starke Stellung in der Nutzfahrzeugindustrie

Ausschlaggebend für die schrittweise Verbesserung der Auftragslage war, neben der generell besseren konjunkturellen Lage, die Erholung der Nutzfahrzeugindustrie. In diesem Segment spielt die Wolfensberger AG die Stärken des einzigartigen keramischen Präzisionsgussverfahrens Exacast - eine eigene Weiterentwicklung - aus und liefert exklusiv Teile für hydrodynamische LKW-Bremssysteme von Mercedes, Volvo, MAN und Renault. Überhaupt kann das Unternehmen auf eine sehr treue Kundenbasis zählen. So gehören Firmen wie ABB Turbo Systems, MAN, Voith, Bühler, DISA, Soudronic etc. seit vielen Jahren zum Kundenkreis. Vom Aufschwung dieser Kunden profitiert nun auch das Baumer Unternehmen.

Währungssituation bringt Margenverlust

Einziger Wermutstropfen stellt die Entwicklung des Schweizer Frankes dar. Der dadurch entstandene Margenverlust ist sehr gross und beeinträchtigt die Konkurrenzfähigkeit im Euro- oder Dollarraum stark. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit sichern zu können, wird das Unternehmen seine Produktionskosten laufend überprüfen und die Abläufe und Prozesse optimieren. Zudem stellt der stetige Ausbau der angebotenen Dienstleistungen wie Lohnfertigung in der mechanischen Bearbeitung, Engineeringleistungen bei Neukonstruktionen, Lagerhaltung und Montage von Komponenten eine wichtige Ergänzung des Sortiments der Wolfensberger AG dar.

2011 hat gut begonnen

Die Aussichten für das Jahr 2011 sehen für das Baumer Unternehmen zum jetztigen Zeitpunkt erfreulich aus. In den ersten Monaten erhöhten sich die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent. Bereits zeichnen sich wieder gewisse Kapazitätsengpässe ab. Dank gesunden Finanzen, einem vertieften Know-how für anspruchsvolle Gusslösungen sowie einem guten Image auf dem Markt wird das Unternehmen vom gegenwärtigen Aufschwung weiter profitieren können. Mit den laufenden Einstellungen dürfte der Personalbestand bis Mitte 2011 auf rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwachsen.

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