ABB hat vor 10 Monaten vom Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail Aufträge für die elektrische Ausrüstung der ersten 50 neuen Doppelstock-Triebzüge der S-Bahn Zürich erhalten. Mit der feierlichen Übergabe und Inbetriebnahme eines neuen Antriebsstromrichters zeigte ABB heute, dass das neue Hochleistungsprodukt bereit ist und der anspruchsvolle Terminplan eingehalten werden kann.
Ein Drehfest
Im Beisein von Peter Spuhler, CEO Stadler Rail Group, dem Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann, der SBB, Vertretern der lokalen Lieferanten und Behörden sowie zahlreichen weiteren Gästen fand im ABB-Werk Turgi (AG) das «Drehfest» statt. Dabei konnten die Gäste miterleben, wie der Antriebsstromrichter auf dem Teststand zum ersten Mal einen Fahrzeugmotor auf Hochtouren brachte.
Ein gutes Beispiel für den attraktiven Standort Aargau
a>«Dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für die Innovationskraft der Schweizer Bahnbranche», sagte Jasmin Staiblin, Vorsitzende der Geschäftsleitung ABB Schweiz. «Der Auftrag für die Zürcher S-Bahn ist die konsequente Weiterführung der erfolgreichen Zusammenarbeit von Stadler Rail und ABB.» Peter Spuhler ergänzt: «Stadler Rail hat als Systemintegrator dank der Partnerschaft mit ABB Schweiz einen neuen Benchmark in den Marktsegmenten Regional- und S-Bahn-Verkehr gesetzt. Unsere Exporterfolge sind Beweis dafür. Wir sind stolz, dass dies mit High End-Technologie und einem Schweizer Wertschöpfungsanteil von über 80% erreicht werden konnte.»Der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann betonte, dass die ABB mit den Produktionsstandorten Baden, Lenzburg und Turgi sowie seinem Forschungszentrum in Dättwil
einen wichtigen Beitrag zur Aargauer Volkswirtschaft leiste.
Solide Zusammenarbeit
Die Antriebsstromrichter mit integrierter Bordnetzversorgung sind speziell für die Anforderungen im dichten S-Bahn-Betrieb ausgelegt und werden im ABB-Werk in Turgi hergestellt. Die Technologie basiert auf einer Weiterentwicklung der in über 400 Stadler-Triebzügen FLIRT und GTW bereits seit Jahren erfolgreich eingesetzten Traktionstechnik. Neben einer substantiellen Leistungssteigerung und einer Verbesserung im Wirkungsgrad ist insbesondere die Bauweise kompakter und leichter geworden. Für die Fahrzeugbetreiber ist entscheidend, Platz für Passagiere zu schaffen, statt schweres elektrisches Equipment zu transportieren. Zum Lieferumfang für die neuen Doppelstock-Triebzüge der S-Bahn Zürich gehören neben den Antriebsstromrichtern auch Batterieladegeräte für alle Wagen sowie Bahntransformatoren, die bei ABB Sécheron in Genf hergestellt werden.
Turgi, Lenzburg, Dättwil
a>ABB verbindet in der Antriebstechnologie ihre Bahnexpertise mit den Synergien in der industriellen Leistungselektronik. In Turgi werden Antriebe mit Leistung im Megawattbereich nicht nur für Schienenfahrzeuge, sondern auch für andere Anwendungen entwickelt und hergestellt. Dank einem starken Heimmarkt haben sich diese Produkte auch im Export erfolgreich entwickelt. Das Kompetenzzentrum in Turgi profitiert dabei massgeblich von der Nähe zur ABB-Halbleiterfabrik in Lenzburg und dem Konzernforschungszentrum in Dättwil. Sehr intensiv ist auch die Zusammenarbeit mit mehr als 30 hoch qualifizierten Zuliefer-betrieben in der Region.ABB ist führend in der Energie- und Automationstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung und der Industrie, ihre Leistung zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Unternehmen der ABB-Gruppe sind in etwa 100 Ländern tätig und beschäftigen weltweit rund 120'000 Mitarbeitende – davon rund 6'400 in der Schweiz.
Auf den Bildern jeweils ganz links Peter Spuhler (CEO der Stadler Rail Group), rechts davon Jasmin Staiblin (Landeschefin ABB Schweiz AG) und Urs Hofmann (Regierungsrat Kanton Aargau).







