Logistik-Marktumfeld zunehmend anspruchsvoller
Swisslog erhöht Reingewinn
Martin Gysi am 18. 8. 2009
Swisslog erhöhte den Reingewinn im ersten Halbjahr 2009 gegenüber der Vorjahresperiode deutlich von 5.5 auf 11.9 Mio. CHF. Dies gelang dank einem verbesserten operativen Ergebnis, einem geringeren Finanzaufwand und tieferen Ertragssteuern. Während der Auftragseingang zunahm, sanken der Umsatz und vor allem der Auftragsbestand unter die Vorjahreswerte. Die Finanzlage der Gruppe hat sich erneut verbessert.
„Mit dieser Geschäftsentwicklung liegen wir für das Gesamtjahr im Rahmen unserer Erwartungen. Wir gehen von einem schwierigeren zweiten Semester aus“, kommentiert CEO Remo Brunschwiler das Halbjahresresultat. Der Auftragseingang der fortgesetzten Aktivitäten stieg gegenüber der Vorjahresperiode auf 366.4 Mio CHF (+7.3%), dies in einem zunehmend anspruchsvolleren Marktumfeld. Der Auftragsbestand per 30. Juni 2009 kam mit 493.9 Millionen (–24.1%) unter den Vorjahreswert zu stehen. Als Folge des tieferen Auftragsbestandes Ende 2008 sank der Umsatz auf 334.0 Millionen (–5.1%). Dagegen konnte der operative Gewinn (EBIT) auf 16.0 Millionen (+24.0%) gesteigert werden, was namentlich auf Verbesserungen in der Projektabwicklung zurückzuführen ist. Die Währungseinflüsse hoben sich gegenseitig auf; dem stärkeren US-Dollar stand ein schwächerer Euro gegenüber.
Divisionen unterschiedlich von Krise betroffen
Die Division Warehouse & Distribution Solutions verbuchte beim Auftragseingang zwei Grossaufträge, die das Total im 1. Halbjahr auf MCHF 245.5 (+9.6%) steigen liessen. Der Auftragsbestand lag jedoch per 30. Juni 2009 mit MCHF 343.1 (–31.3%) klar unter dem Vorjahreswert: Hier zeigt sich der in der zweiten Jahreshälfte 2008 einsetzende Konjunktureinbruch, der einen starken Rückgang an Neuaufträgen zur Folge hatte. Der daraus resultierende tiefere Auftragsbestand führte zu einer Umsatzreduktion auf MCHF 213.3 (–9.4%). Dennoch gelang es der Division, den operativen Gewinn (EBIT) auf MCHF 8.9 zu erhöhen. Die Steigerung um MCHF 2.0 gegenüber dem Vorjahreswert beruht auf zwei gegenläufigen Einmaleffekten, die netto zur positiven EBIT-Differenz führten (positiver Effekt: verbesserte Projektabwicklung; negativer Effekt: Wertberichtigung auf immateriellem Anlagewert). Aufgrund des höheren EBIT bei tieferem Umsatz ergab sich eine verbesserte EBIT-Marge von 4.2% (Vorjahreswert: 2.9%).
Ausblick
Aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise geht Swisslog von einer gegenüber dem ersten Halbjahr schwierigeren zweiten Jahreshälfte aus. Dies gilt insbesondere für die Division Warehouse & Distribution Solutions, die mit einer rückläufigen Nachfrage, einem zunehmenden Preisdruck und einem tieferen Auftragsbestand konfrontiert ist. Das Marktumfeld der Division Healthcare Solutions sollte hingegen auch im zweiten Halbjahr weniger stark von der Krise geprägt sein. Der im März 2009 für das laufende Geschäftsjahr gegebene Ausblick wird bestätigt: Swisslog rechnet mit einem gegenüber 2008 rund 15% bis 20% tieferen Umsatz sowie einer mit dem Vorjahr vergleichbaren EBIT-Marge – dies vorbehältlich unvorhersehbarer Ereignisse.
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